Wenn Ehrenamt sichtbar wird

Tatkräftiger Einsatz für Koblenz – die Staudenpflege der BUGA-Freunde

Eine blühende Stadt entsteht nicht von allein. Hinter gepflegten Beeten, üppigen Stauden und liebevoll gestalteten Grünanlagen stehen Menschen, die sich kümmern, Verantwortung übernehmen und bereit sind, ihre Zeit und ihre Kraft für ihre Stadt einzusetzen.

Das Team Staudenpflege der BUGA – Freunde Koblenz ist dafür ein besonders schönes Beispiel. Mit Fachwissen, Leidenschaft und viel Freude an der Gartenarbeit widmen sich die ehrenamtlichen Staudenfreundinnen und Staudenfreunde gemeinsam mit den Gärtnerinnen und Gärtnern der Stadt Pflanzen und Beeten auf den ehenmaligen Buga Flächen. Besonders die Staudenbeete auf der Festung Ehrenbreitstein sind ein beeindruckendes Zeichen dieses Engagements.

Doch das Gartenjahr hält nicht nur schöne, sondern manchmal auch besondere Herausforderungen bereit. Die anhaltende Trockenheit stellt die Pflege der Grünanlagen vor eine schwierige Aufgabe. Weil das Wässern städtischer Grünanlagen weitestgehend untersagt ist, müssen die Pflanzen auf andere Weise geschützt werden. Staudenflächen werden zurückgeschnitten – zuletzt am Friedrich-Ebert-Ring und nun auch auf dem Festungsplateau.

Für die Mitglieder des Staudenpflege-Teams bedeutet das, Abschied von einem Teil der sommerlichen Pracht zu nehmen. Stauden, die über Monate mit viel Hingabe gepflegt wurden und gerade in voller Schönheit stehen, müssen zurückgeschnitten werden. Es ist eine notwendige Maßnahme zum Schutz der Pflanzen – und zugleich eine Arbeit, die viel Einsatz erfordert.

Am 17. und 18. August wird deshalb gemeinsam mit den Gärtnerinnen und Gärtnern der Stadt angepackt. Schon am frühen Morgen, freiwillig ab 7.30 Uhr, beginnt die Arbeit, um den hohen Temperaturen von bis zu 30 Grad möglichst auszuweichen. Schnitt um Schnitt, Pflanze um Pflanze wird zurückgeschnitten. Aus vielen einzelnen Handgriffen entsteht eine gemeinsame Leistung.

Was an solchen Tagen besonders sichtbar wird, ist der Geist des Ehrenamtes. Es geht nicht allein darum, eine Aufgabe zu erledigen. Es geht um die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, sich einzubringen und gemeinsam etwas zu bewirken.

Die BUGA-Freunde zeigen, dass Engagement dann besonders wertvoll wird, wenn aus Worten Taten werden. Dabei steht die Staudenpflege stellvertretend für das vielfältige Engagement der BUGA – Freunde Koblenz.

Der Verein fördert soziale, kulturelle und bürgerschaftliche Projekte, unterstützt Veranstaltungen und bringt sich dort ein, wo Menschen zusammenkommen und unsere Stadt gemeinsam gestalten. So leisten die BUGA-Freunde einen wichtigen Beitrag dazu, dass Koblenz lebendig, lebenswert und zukunftsfähig bleibt.

Die Mitglieder der BUGA- Freunde schenken unserer Stadt nicht nur ihre Zeit und ihr Wissen. Sie schenken ihr Aufmerksamkeit. Sie sehen, wo etwas getan werden muss, und sie handeln. Dabei geht es um weit mehr als um Pflanzen und Beete: Es geht um die Freude an einer schönen Stadt, um den Erhalt besonderer Orte und um das gute Gefühl, gemeinsam etwas für Koblenz zu tun.

Die Staudenbeete auf der Festung Ehrenbreitstein erzählen deshalb ihre ganz eigene Geschichte. Sie erzählen von Gartenkunst und Pflanzenvielfalt, aber ebenso von Gemeinschaft, Ausdauer und ehrenamtlicher Tatkraft. Und sie zeigen, dass eine lebenswerte Stadt auch dort entsteht, wo Menschen bereit sind, ihre Freizeit und ihre Fähigkeiten für andere einzusetzen.

Wer die Arbeit der BUGA-Freunde vor Ort erlebt, kann dieses Engagement unmittelbar spüren. Hinter jedem gepflegten Beet stehen Menschen. Menschen mit Freude an dem, was sie tun. Menschen, die anpacken, wenn es darauf ankommt. Menschen, denen Koblenz am Herzen liegt.

Ihnen allen gilt unser besonderer Dank.

Denn Koblenz blüht nicht nur durch seine Pflanzen.
Koblenz blüht durch die Menschen, die sich kümmern.

Fotos: Friedhelm Zernack, BUGA Freunde