Das Gedächtnis der Bundesrepublik Deutschland

Besuch im Bundesarchiv in Koblenz

31 Mitglieder des Teams Stauden-, Bank- und Weinrebenfeldpflege informierten sich bei einem Besuch des Bundesarchivs (BA) über dessen Aufgaben und über die Arbeit im Archiv. Alles, was für das Land wichtig war, wird hier systematisch gesammelt und aufgehoben.

Die Hauptstelle des BA befindet sich in Koblenz auf der Karthause, 23 weitere Standorte sind in ganz Deutschland verteilt.

Aufgabe des BA ist es, das Archivgut des Bundes und das seiner Vorgänger, (vom 15. Jahrhundert bis heute), auf Dauer zu sichern, es nutzbar und zugänglich zu machen für Interessierte und Wissenschaftler; eine Fundgrube für Historiker.

Neben Dokumenten von zentralen militärischen und zivilen Stellen werden auch Unterlagen von bedeutsamen Parteien, Verbänden, Vereinen und Nachlässen von bedeutenden Persönlichkeiten gesammelt. 2021 wurden die Stasi-Unterlagen übernommen.

Wesentliche Arbeit der rund 2.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist es, Schriftgut und Dokumente zu sichten, zu bewerten und zu entscheiden, welches Material „archivierwürdig“ ist und nach vorheriger Aufbereitung, verwahrt werden soll.

Zahlreiches Schriftgut wird digitalisiert, um es Interessierten via Internet zur Verfügung zu stellen – derzeit bereits ca. 20 Millionen Aktenseiten.

Im Verlauf der Führung lernten wir die Archive (15.000qm) kennen, die Art und Weise, wie das Archivmaterial präpariert, digitalisiert, katalogisiert und bei einer konstanten Temperatur von 18 Grad aufbewahrt wird.

Unvorstellbare Mengen umfasst das Archivgut im Bundesarchiv auf der Karthause:

  • Ca. 550 Kilometer Schriftgut, das entspricht etwa der Entfernung Koblenz-Berlin auf der Autobahn
  • Ca. 15 Millionen Bilder und 75.000 Plakate
  • Ca 900.000 analoge Filmrollen, ca. 34.000 sind bereits digitalisiert und weitere ca. 4.000 werden pro Jahr digitalisiert
  • Ca.2 Millionen Karten, Pläne, technische Zeichnungen
  • Ca. 2,7 Millionen Bände in der Bibliothek

Das Bundesarchiv befasst sich aber nicht nur mit der Archiv-Arbeit, sondern bietet mit Ausstellungen, Vorträgen, Filmabenden, Diskussionsveranstaltungen zu aktuellen gesellschaftlichen Themen eine breite Palette an Informationsmöglichkeiten, die kostenfrei genutzt werden können.

Wir waren von der Führung durch das Haus, die erhaltenen Eindrücke in den aufwendigen Arbeitsablauf und den baulichen Eigenschaften des Archivs sehr beeindruckt.

Für weitere Informationen besuchen Sie die Homepage des Bundesarchives

Text und Foto: Wolfgang Dreyer