Schwebende Ausstellung in den Gondeln der Seilbahn
„Schwarz-weiß… bunt gedacht“ – Karikaturen von Philipp Dott
In diesem Jahr widmet sich die schwebende Kunstausstellung in den Gondeln der Seilbahn einem besonderen Koblenzer Künstler, dem Maler, Grafiker und Karikaturist Philipp Dott (1912-1970) und seinen augenzwinkernden schwarz-weiß Karikaturen aus den 1960er Jahren. Viele der dargestellten Themen haben bis zum heutigen Tag ihre Brisanz nicht verloren.
Philipp Dott, 1912 in Koblenz Metternich geboren, lebte als freischaffender Künstler über 50 Jahre in Koblenz. Er malte in Öl, Aquarell und Gouachen heimatlicher Motive, Porträts und Stillleben. In den 1950er Jahren fertigte Dott in Koblenz und Umgebung an zahlreichen Hauswänden reliefartige Werke (Sgraffito) als Auftragsarbeiten von Stadt, Gemeinden und Privatleuten. Er beherrschte die Kratzputztechnik (Sgraffito) so gut, dass sie noch nach Jahrzehnten in Form und Farbe erhalten sind, wie z.B. den Kreuzweg am Gülser Heyerberg oder am Koblenzer Krankenhaus Brüderhaus St. Josef und viele mehr. In den Jahren 1959 bis 1964 arbeitete er als Zeichner und Karikaturist für die Rhein-Post. Aus diesen Jahren stammen die meisten der ausgestellten Karikaturen.
Ein besonderer Dank gilt der Autorin und Sammlerin Marita Warnke, die das künstlerische Schaffen von Philipp Dott in beeindruckender Weise zusammenführte und öffentlich macht. Dafür wurde ihr jüngst die Kulturehrennadel der Stadt Koblenz verliehen. Dies möchten wir zum Anlass nehmen dies für das Jahr 2020 geplante und aufgrund der Corona-Pandemie leider entfallene Ausstellung der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Die Werke sind bis zum Jahresende in der Seilbahn zu sehen.